Die Band
Peter Müller, der in der Band für die Arrangements zuständig ist, kennt alle 88 Tasten seines Instruments. Ob schwarz oder weiß, ob Moll oder Dur, als Zauberer am Klavier vereint er Gothic-Klänge mit Neoklassik und Jazz. Das Duo versteht sich auch als Avantgarde im Sinne etwa wie die Musiker von "Deine Lakaien", die auch Vorbild sind. Man kann sagen, die Musik von "Mourning Swan" ist ganz einzigartig und innovativ und von hohem Wiedererkennungswert und läßt sich nicht eindeutig zuordnen.
Müller ist eigentlich ein Metalfan, der sich beim Spiel am Keyboard gleichermaßen vom Sound des Black- Deathmetal wie von der klassischen Musik inspirieren läßt, und die Gitarrenriffs des Metal in die Klavierläufe übersetzt.
Peter Prochnow kommt aus der Literatur und besorgt neben dem Gesang die Songtexte; angelehnt an Musiker wie etwa einem Nick Cave, hat er seinen Stil gefunden. Ob Deutsch oder Englisch, Prochnow untermalt das Thema der Band philosophisch: poetisch-melancholisch und romantisch. Peter Prochnow begreift sich ausdrücklich als Singer-Song-Writer und hat schon mit 16 Jahren angefangen, Songtexte zu schreiben.
"Mourning Swan" verfügt über viel Bühnenerfahrung und fühlt sich auf jeder Bühne heimisch, vor allem in Clubs.
Wie in jeder Beziehung gab es gute und schlechte Zeiten, wie etwa in Zeiten von Corona, die kulturell spalten konnten und so manche Kulturschaffende an den Rand der Existenz brachten.
Doch die Zeiten der Trennung konnte dem Duo nichts anhaben, alte Songs und deren Inhalte meldeten sich aus der Erinnerung zurück. Die Musiker von "Mourning Swan" schmieden wieder Zukunftspläne, wollen für sich werben und Jung und Alt ansprechen.
Abschließend noch einige wenige Bemerkungen zur Bedeutung des Bandnamens aus der Kulturgeschichte: In Tschaikowskys Ballett "Schwanensee" tritt ein schwarzer (Trauer-) Schwan als Verführerin auf, in Darren Aronofskys Thriller "Black Swan" aus dem Jahr 2010 verkörpert der schwarze Schwan die femme fatale, im Alten Ägypten galt der schwarze Schwan als Vorbote des Niedergangs; der Schwan ist in vielen Kulturen eng mit dem Tod und dem Übergang ins Jenseits verbunden, aus Griechenland stammt die Vorstellung, daß der Schwan vor seinem Tod einen herrlichen Trauergesang anstimmt, unter Schwanengesang versteht man allgemein das letzte Werk eines Künstlers, z. B. Franz Schuberts unter diesem Namen berühmt gewordene Liedersammlung, die einen Monat vor seinem Tod entstand; auch Thomas Mann setzt Trauerschwäne in seiner letzten vollendeten Novelle "Die Betrogene" als Todesomen ein, und auch in der Pop-Kultur ist das Motiv des Schwans als Wesen von morbider Schönheit vertreten.
Bekannt ist auch die Treue der Schwäne als Paar über den Tod des Partners hinaus.
Schließlich ziert der Trauerschwan auch die australische Nationalflagge, da dort die Population an schwarzen Schwänen besonders groß ist.